Holland

Unsere Reiseroute:

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Wir mussten unseren Sommerurlaub dieses Jahr ganz kurzfristig planen, und so kamen wir auf die Idee mit unserem neuen Zelt (Iglu für 6 Pers./ sehr billig!) nach Holland zu fahren.
Das Auto bis zum Dach vollgepackt und mit zwei Reiseführern im Gepäck ging es dann am Sonntagmorgen um 5.45 Uhr los!

Sonntag: Dank unseres Weckers starteten wir wie geplant noch vor 6.00 Uhr morgens. Während der Fahrt stieg die Außentemperatur auf 33°C, was ja bei einer funktionierenden Klimaanlage kein Problem ist. Nur- unsere Klimaanlage ist seit einiger Zeit kaputt...
Schweißgebadet kamen wir schließlich um ca.15.45 Uhr an dem ersten, von uns im ADAC-Campingführer ausgewähltem Campingplatz in Noordwijkerhout an der Nordseeküste, an. Die Tatsache, dass die Rezeption in 10 Minuten schließen würde, und ein Blick auf die freilaufenden Hühner, Hasen und einem Gehege mit Meerschweinchen, Enten, Ziegen usw. machte uns die Entscheidung leicht, diesen Campingplatz namens Club Solair zu nehmen. (Der größte Wunsch unserer jüngeren Tochter Lisa ist eine kleine Hühnerfarm mit glücklichen Hühnern!)
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Schnell suchten wir uns einen Platz, etwas von den Ziegen und dem Hahn entfernt, und stellten unser Zelt auf (Wir hatten daheim geübt!). Gerade als wir fertig wurden, kam ein Gewitter mit Regen und kräftigem Wind, das die ganze Nacht dauerte!
Am Abend unternahmen wir während einer kleinen Regenpause noch den Versuch, das Meer zu sehen. Leider mussten wir mitten in den Dünen wieder umkehren, da es schon wieder zu regnen begann.

 

Montag: Sonne! Nach einem etwas unbequemen Frühstück (wir hatten aus Platzgründen keinen Tisch und keine Stühle dabei) machten wir uns auf den Weg nach Leiden. Der Spaziergang durch die kleine Stadt mit ihren malerischen Grachten lohnte sich wirklich. 
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Spontan beschlossen wir noch nach Rotterdam zu fahren und an einer Hafenrundfahrt teilzunehmen. auf dem Weg dorthin mussten wir beim Durchblättern der Reiseführer leider feststellen, dass wir für eine Hafenrundfahrt etwas zu spät dran waren, und so fuhren wir nach Hoek van Holland um den riesigen Fähren und Frachtschiffen zuzuschauen. Auf dem Weg dorthin sahen wir soweit das Auge reichte nur Treibhäuser!!! (Tomaten, Gurken, Salat, Champignons, Blumen... aus Holland)
Bei einem anschließenden Strandspaziergang probierten wir noch unseren selbstgebastelten Lenkdrachen (Spannweite ca. 150cm) aus. Unsere Tochter Christina wäre beinahe abgehoben.
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Bei unserer Rückfahrt zum Campingplatz kamen wir zufällig bei Madurodam vorbei. Dort sind alle Sehenswürdigkeiten Hollands, ganze Straßenzüge, Bahnhöfe und vieles mehr maßstabsgetreu in Kleinformat nachgebaut. Es war sehr schön anzuschauen, besonders da es dunkel wurde und alle kleinen Häuschen und Straßen wie in echt beleuchtet waren.

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Dienstag: Immer noch Sonne! Nachdem Lisa, wie schon tags zuvor sämtliche Hühner mit Brot versorgt hatte, beschlossen das gute Wetter auszunützen und einen Ausflug zum Naturschutzgebiet De Biesbosch zu machen. Nach einigem Fragen und auf Umwegen kamen wir endlich gegen Mittag an. Dort konnte man Kanus mieten und mit Hilfe eines Lageplans auf Wasserwegen durch weite Teile des Geländes paddeln. Ich wusste gar nicht, wie lustig Kanufahren sein kann, ich habe selten so gelacht! An manchen Stellen konnte man anlegen und Vögel beobachten.
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 Um 15.00 Uhr gaben wir erschöpft und etwas durchnässt unsere Kanus zurück. Zum Glück hatten wir Reservekleidung um Auto!
In der Nähe befindet sich Kinderdijk, ein Gelände mit 19 Windmühlen. Eine war für Besichtigungen offen und ganz interessant anzuschauen. Allerdings musste man sich mit etlichen anderen Touristen auf engen "Hühnerleitern" durch die Mühle schleusen lassen. Es war aber trotzdem ganz nett.
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Auf dem Weg zurück zum Campingplatz kamen wir noch durch ein besonders romantisches, kleines Dorf namens Nieuwpoort wo es sehr guten Apfelkuchen gibt.
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 Achtung es gibt in dieser Gegend keine Brücke über den Fluss Lek, man muss mit der Fähre übersetzen!

 

Mittwoch: Da für heute ein Ausflug nach Aalsmeer zur Blumenauktion geplant war, standen wir mit Hilfe eines Weckers schon sehr früh (8.00 Uhr) auf.Wir kamen auch rechtzeitig dort an, (die Auktion dauert täglich nur bis ca. 12.00 Uhr) und waren sprachlos über diese Menge von Blumen! Durch Glasscheiben kann man den Großhändlern bei der Ersteigerung Ihrer Waren zuschauen, und durch ein Tonband wird einem der Ablauf sehr gut erklärt! Ein wirklich lohnender Ausflug! 
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Anschließend spazierten wir noch durch Haarlem, wieder ein sehr schönes Städtchen wo man in der Fußgängerzone ausgezeichneten Falafel (Bällchen aus Kichererbsen in Brotfladen mit verschiedenen Salaten und Soßen) essen kann.
Wieder zurück am Campingplatz unternahmen wir noch einen, diesmal erfolgreichen Spaziergang an den Strand, wo wir den Sonnenuntergang beobachteten.
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Donnerstag: Koffer packen! Wir beschlossen den Campingplatz zu wechseln, verabschiedeten uns von allen Hühnern, Hasen Meerschweinchen usw. und fuhren Richtung Norden. Unterwegs kamen wir zum Keukenhof, und beschlossen, ihn trotz der Jahreszeit zu besichtigen. Im Frühjahr gibt es dort eine riesige Blumenzwiebelausstellung, aber auch jetzt im Sommer war er für mich als Garten- und Blumenfan wirklich sehenswert. (Sie hatten dort auch Hühner und so eine Art Angoragockel!)
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Am Nachmittag kamen wir dann schließlich an unserem zweiten Campingplatz namens Tempelhof in Callantsoog an. Dort fanden wir super Sanitäranlagen und ein, für Campingplatzbewohner kostenloses kleines Hallenbad mit Rutsche vor. Und Rehe! Der einzige Nachteil, man musste für Warmwasser bei den Duschen extra bezahlen. Dies wurde aber durch einen günstigen Gesamtpreis wieder ausgeglichen. Am Abend Regen und Sturm!

 

Freitag: Immer noch Regen! Da wir unbedingt den Käsemarkt in ALkmaar besuchen wollte, und dieser nur Freitags stattfindet, machten wir uns trotzdem auf den Weg. Leider hatten auch viele andere Touristen die selbe Idee, und so konnte man wegen der vielen Regenschirme zunächst nur wenig vom Käsemarkt erkennen. Der ganze Ablauf wird immer wieder in verschiedenen Sprachen erklärt, und so konnten wir etwas später, als es aufhörte zu regnen alles noch mal besser sehen. Wir mussten leider feststellen, dass das Ganze nur für Touristen veranstaltet wird, und es eigentlich recht langweilig war.
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Nach einem Bummel durch die Stadt, fuhren wir wieder zu unserem Zelt zurück und machten einen Spaziergang zum Strand.

 

Samstag: Am Morgen goss es wie aus Kübeln und es hatte so viel Wind, dass wir  schon fast Angst um unser Zelt hatten. Aber zum Glück schaffte es die Sonne dann doch durch die Wolkendecke und wir beschlossen, über den Abschlussdeich am Ijsselmeer zu fahren.
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Nach einem kurzen, sehr windigem Aufenthalt mitten auf dem Deich, fuhren wir südlich zu der Stadt Hoorn. Dort gibt es einen sehr schönen, romantischen Hafen mit sehr vielen Schiffen, auch Dreimastern, und eine Altstadt, mit wunderschönen alten Häusern, die sich fast alle zur Strasse neigen. Ein wirklich sehenswerter Anblick. 
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Noch ein Stückchen südlicher befindet sich das uralte Städtchen Volendam. 
Leider sind fast alle alten Häuser am Hafen als Touristenläden ausgebaut und durch die schmale Strasse fuhren viele Autos und sogar Busse! Wirklich schade, denn das Dorf an sich ist uralt und sehr schön.
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Den Rest des Tages verbrachten wir am Campingplatz.


Sonntag: Trotz starken Wind und einer dicken Wolkendecke liehen wir uns Fahrräder aus und machten uns auf den Weg nach Den Helder. Die ca. 14 km fuhren wir auf dem Dünen-Radweg und wir hatten Rückenwind! Es gibt in ganz Holland überall sehr gut ausgebaute Radwege, und unsere geliehenen Fahrräder (ca. 9 DM/Rad für 24 Stunden) waren zuminderst anfangs sehr bequem.
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 In Den Helder gingen wir chinesisch essen und anschließend bummelten wir durch die Fußgängerzone. Die meisten Geschäfte hatten sogar sonntags geöffnet! Von Den Helder aus kann man mit der Fähre nach Texel übersetzen, aber da das Wetter immer schlechter wurde machten wir uns auf den Heimweg. Nun hatten wir natürlich Gegenwind und bis wir wieder am Zeltplatz waren, mussten wir ganz schön kämpfen. Unterwegs sahen wir Büffel, Fischreiher, Schafe, Hasen, Ziegen, Pferde, Kühe und etliche Möwen! 
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Kaum waren wir am Zelt, fing es auch schon an zu regnen. Glück gehabt!
Der Rest des Tages war zum Erholen nötig.

 

Montag: Leider immer noch Regen! Mittlerweile wurde es im Zelt schon etwas feucht und ungemütlich, aber wir wollten vor unserer Abreise noch unbedingt nach Amsterdam!
Wir fuhren mit dem Auto bis Zaanstad und dann mit dem Zug zum Hauptbahnhof. Dort gibt es tatsächlich ein Parkhaus für Fahrräder! Trotz des Regens machten wir eine Grachtenrundfahrt. 
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So groß hatte ich mir Amsterdam nicht vorgestellt! Als wir wieder am Hauptbahnhof ankamen, regnete es zum, Glück nicht mehr und wir gingen Richtung Museumplein.
Unterwegs fanden wir einen Falafel-Imbiss, wo man einmal zahlen musste und dann unbegrenzt Falafel essen konnte. Warnung! Man hüte sich vor der grünen Soße! Sie ist unbeschreiblich scharf!
Nach der Besichtigung einer Diamantenschleiferei und des van Gogh- Museums gingen wir noch durch die Straßen, vorbei an einem riesigen Blumenmarkt und unzähligen Bars und Geschäften.
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 Erstaunlicherweise schließen die Läden in Amsterdam um18.00 Uhr. Da wir schon wieder Hunger hatten, aßen wir noch in einem Pannekoekhuis. (Ein Pfannkuchen nur mit Puderzucker kostete ca. 10 DM!)
Ohne Schwierigkeiten fanden wir am Hauptbahnhof den richtigen Zug und so kamen wir, ziemlich erschöpft um 20.00 Uhr wieder am Zelt an. Und - es regnete schon wieder.
Wegen der schlechten Wettervorhersage beschlossen wir am nächsten Morgen die Heimreise anzutreten.

 

Dienstag: Immer wieder Regen und Sturm. Das Zeltabbauen war ein Kampf mit dem Wind, aber schließlich hatten wir es doch geschafft und alle unsere Habseligkeiten waren wieder im Auto verstaut.
Nach einem kurzen Besuch im Supermarkt, wo wir unsere letzten Gulden verprassten, traten wir unsere Heimreise an.


Meine Meinung:

Holland hat mir sehr gut gefallen, und ich möchte noch öfter dort Urlaub machen, da es noch vieles zu sehen gibt, was wir leider dieses Mal nicht geschafft haben. Die Menschen dort waren sehr freundlich und hilfsbereit und es stimmt nicht, dass man dort nur labberiges Weißbrot zu kaufen bekommt!
Es gibt dort unzählige Schafe mit ganz seltsamen spitzen Ohren, und Autobahnen, die plötzlich hochgeklappt werden, um Schiffe vorbei zu lassen!
Wir kommen bald wieder!

Design by Irene Forster
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e-Mail:marabu@marabus-poststation.de
Ersterscheinung: April 2001

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