Im Internet entdeckten wir ein supergünstiges Angebot eines Hotels in Südtirol: Übernachtung und Frühstück in der Pension Rosenheim und Abendessen im Berghotel. Kurz entschlossen haben wir gleich eine Woche während der Herbstferien (In Bayern die Woche um Allerheiligen) gebucht.
Ratschings
Samstag: Bei strahlendem Sonnenschein brachen wir gegen
Mittag nach einem kurzen Umweg (wir mussten erst noch unser Kaninchen
Fipsi zur "Ferienpension Oma" bringen) in Richtung Garmisch auf. Da
wir in Mittenwald eine kleine Pause eingelegt hatten und nicht die Autobahn,
sondern die alte Brennerstraße benutzten, kamen wir erst gegen 16.00 Uhr in
Ratschings an.
Wir hatten ein Familienangebot - 2 Erwachsene und 2 Kinder bis 14 Jahre - in
der Pension Rosenheim gebucht und waren sehr belustigt, als wir die Betten im
Zimmer der Kinder sahen. Sie waren nur ca. 150 cm lang und die Mädchen passten
gerade noch hinein!
Nachdem wir ausgepackt hatten, machten wir noch einen Erkundungsgang durchs
Haus und entdeckten eine Sauna (klein aber nagelneu!) und eine Kegelbahn. Ja
und dann war es schon Zeit für das Abendessen, zu dem wir ja ins Berghotel gehen
mussten. Am ersten Abend stand folgendes auf dem Speiseplan:
Salat vom Buffet
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Spargelcremesüppchen
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Spinatspätzle mit Sahne-Schinkensoße
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Gefülltes Schnitzel nach Art des Chefs
Mandelbällchen
Tomate "Provenzianisch"
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Käse vom Brett
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Hausgemachtes Halbgefrorenes
In unsrer Familie gibt es zur Zeit zwei Vegetarier, aber das war überhaupt kein Problem, denn man konnte jederzeit nur Beilagen oder Spagetti bestellen, und alle 6 Gänge waren sowieso fast nie zu schaffen!
Wir waren richtig froh, dass wir zu unserer Pension noch einen kleinen Fußmarsch zurücklegen mussten!
Sonntag: Wieder Sonnenschein! Während wir frühstückten
lasen wir in der Morgenpost (kleine hoteleigene "Zeitschrift" u.a.
mit Ausflugtipps, Abendmenu...) über die Gilfenklamm, und beschlossen
dort hin zu fahren. Der Weg durch die Klamm war sehr abwechslungsreich und wunderschön.
Man sollte aber feste Schuhe tragen, da es an manchen Stellen sehr rutschig
ist, so ist es auch empfehlenswert, die Klamm von unten nach oben zu durchwandern.
Auf dem Rückweg gingen wir an der Ruine Greifenegg vorbei, die allerdings
nur noch aus einem halb verfallenen Turm besteht.
Nach einem kurzen Spaziergang durch Sterzing machten wir bei einem Cafe Pause.
Es war so sonnig und warm, dass wir im Freien sitzen konnte und wir uns dort
mit Apfelstrudel und Eis verwöhnten.
Wieder zurück in der Pension erholten wir uns von den "Strapazen"
des Tages:
Mein Mann fuhr mit seinem Mountainbike durch die Gegend, die Kinder spielten
Tischtennis und ich machte einen kleinen Spaziergang durchs "Dörfchen".
Ich hatte selten etwas Lustigeres gesehen, als die kleinen Lämmchen, die bockspringend
über die Wiesen hüpften!
Na und dann war es wieder soweit, das 6-Gänge Menu erwartete uns...
Montag: Ja, immer noch Sonne! Nach dem Frühstück wollten
wir auf die Seiser Alm fahren. Eine Familie, die wir tags zuvor kennen gelernt
hatten, erklärte uns den Weg dorthin, doch leider übersahen wir eine Brücke,
und so machten wir einen kleinen Umweg fast bis Bozen: Kleine enge, kurvenreiche
Straßen, vor uns etliche Baufahrzeuge..., aber schließlich kamen wir doch auf
die Seiseralm! Dort war es sehr windig, aber es gab eine wunderschöne Aussicht,
man konnte die Dolomiten sehen ... und sehr viele Baustellen, denn überall wurden
die Hotels für die kommende Wintersaison renoviert.
Wir machten eine kleine Wanderung, aber den Kindern wurde es bald zu langweilig,
denn man konnte nur auf Asphaltstraßen gehen. Da war die Wanderung vom Vortag
viel abwechslungsreicher gewesen!
Wir kehrten noch für ein kleines Mittagessen in einer Wirtschaft ein und fuhren
dann ohne Umweg den viel kürzeren Weg zur Pension zurück.
Dort erholten wir uns dann in der Sauna.
Tja, und dann gab es wieder ... Essen!!!
Dienstag: Es war bewölkt! Die Gelegenheit einen kleinen
Stadtbummel durch das nahegelegene Brixen, die älteste Stadt Südtirols, zu machen.
Mittags kam wieder die Sonne heraus, und wir machten noch einen Abstecher zum
Vahrner See, ca. 2 km von Brixen entfernt. Dort war es traumhaft! Wir spazierten
um den kleinen See, machten am Ufer eine ausgiebige Rast, fütterten ein paar
Enten und genossen die Idylle. Es war wunderschön!
Mittwoch: Sonnenschein! Gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf
den Weg ins Ridnauntal. Hinter der Bergwerksiedlung am Ende des Tals führt ein
Alpenvereinsweg hoch zum Aglsboden. Es war eine wunderschöne, abwechslungsreiche
Wanderung, teilweise an dem wilden Fernerbach entlang, die sogar den Kindern
Spaß machte.
Oben fanden wir eine riesige mit Moos und
wunderschönen runden Steinen bedeckte Ebene vor und zu unserem Glück
noch eine bewirtschaftete Hütte! Es war so warm, dass man sich gerne für einige
Zeit dort niederließ.
Auf dem Rückweg konnten die Kinder und ich nicht widerstehen, wir mussten ein
paar Steine mitnehmen! Nach einer Viertelstunde Abstieg war es dann soweit und
ich musste die Steine alle alleine tragen (ca. 10 kg- ich hab es nachgewogen!).
Der Abstieg führte über eine Forststraße
hinunter und nach einer guten Stunde (natürlich mit Pause) kamen wir endlich
am Auto an. 3 Tage lang hatte ich noch Muskelkater in den Armen, aber die Steine
waren es wert! (Bei unserer Rast konnte ich heimlich einen kleineren Stein in
den Rucksack meines Mannes schmuggeln!) Diese Wanderung war wirklich wunderschön,
und das Abendessen hatte ich mir wirklich verdient!
Donnerstag: Sonne, aber ein
eiskalter Wind! Es war so kalt, dass die Scheiben des Autos gefroren waren,
aber wir wollten doch einen Ausflug zur Hühnerspielhütte machen. (Sie heißt
nur so, aber es gibt dort leider keine Hühner!) Wir fuhren über Sterzing nach
Wiesen und dort die Straße ein
Stück hoch Richtung Prantner Alm. Man kann den Weg auch ganz wandern, aber er
zieht sich ziemlich lang dahin, also nicht so geeignet für uns! Wir marschierten
dann doch noch ein Stück und waren froh, als wir die Alm erreichten, den der
Wind war eisig. Dort hatten wir einen tollen Ausblick über das ganze Tal!
Nach einer kleinen Pause machten wir uns auf den Weg zur Hühnerspielhütte, aber
es war so kalt, dass wir nach einiger Zeit wieder umkehrten. Zurück in unserer
Pension verbrachten wir noch den Rest des Nachmittags im Warmen und spielten
Siedler bis zum Abendessen!
Freitag: Sonne aber immer
noch sehr kalt! Den letzten Tag unseres Urlaubes verbrachten wir in Bozen. Dort
machten wir einen Stadtbummel und es wurde gegen Mittag noch so warm,
dass wir unsren Apfelstrudel mit Kakao und Cappuccino im Freien essen konnten.
Der Apfelstrudel in Südtirol ist übrigens sehr zu empfehlen!
Samstag: Sonne,
aber wir mussten leider unsere Koffer packen. Zurück fuhren wir über die Autobahn
und kamen ohne Zwischenfälle schon nach drei Stunden wieder zu Hause an. Natürlich
hatten wir einen Apfelstrudel dabei und er schmeckte auch daheim vorzüglich!

Meine Meinung:
Dieser Kurzurlaub war sehr erholsam und das Essen super! Die
Übernachtungen in der Pension sind um einiges günstiger , nur das Frühstück
war nicht sehr abwechslungsreich.
Leider werden die Preise für die Saison 2002 angehoben, aber wer sich trotzdem
für das Berghotel und die Pension Rosenheim interessiert:
http://www.berghotel-ratschings.com/