Der Spiegel
Ein Jude kommt zum Rabbi: "Es ist entsetzlich.
Gehst Du zu einem Armen: Er ist freundlich und hilft dir, wenn er kann.
Gehst du zu einem Reichen, sieht er dich nicht einmal.
Was ist das nur mit dem Geld?"
Da antwortet der Rabbi: "Tritt ans Fenster. Was siehst du?"
"Ich sehe eine Frau mit einem Kind. Ich sehe einen Wagen..."
"Gut", sagte der Rabbi, "und jetzt stell dich hier vor
den Spiegel!
Was siehst du nun?"
"Was wird ich sehen? Nebbich – mich selber."
"Ja so ist das. Das Fenster ist aus Glas gemacht, und der Spiegel
ist auch aus Glas gemacht.
Kaum legst du ein bisschen Silber hinter die Oberfläche – schon siehst
du nur noch dich selber."
.
.
|

|